In einigen Branchen ist es so, dass durch saisonale Schwankungen, kurzfristigen Investitionen, Reparaturen oder Ähnliches, die finanzielle Belastung relativ stark ist und einige Veranstaltungen oder Aufträge wegen dieser Belastungen nicht angenommen werden können.
Problembranche Gastronomie
Einer dieser Branchen ist die Gastronomie. Hier hängt der Umsatz beispielsweise viel vom Wetter ab, dem Standort oder dem Krankheitsstand der Mitarbeiter. Geht dann auch noch eine Kaffeemaschine, die Spülmaschine oder dergleichen kaputt, kann es für den Betreiber des Kaffees oder des Restaurants finanziell schon eng werden. Hier kann ein sogenannter Mikrokredit Abhilfe schaffen. In Deutschland gibt es verschiedene Mikrofinanzangebote, wie zum Beispiel den Mikrokredit aus dem Mikrokreditfonds Deutschland. Hierbei handelt es sich um ein Projekt des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie und des Europäischen Sozialfonds. Diese haben den Garantiefonds Mikrokreditfonds Deutschland aufgelegt und nun kann in Kooperation mit der GLS Bank und Mikrofinanzinstituten ein Mirkokredit in Höhe von bis zu 20.000 Euro ausgegeben werden. Die Vergabe des Mikrodarlehens wird nicht nach bankenüblichen Kriterien entschieden. Das heißt, dass beispielsweise die Gastronomie, welche bei Hausbanken meist keinen Kleinkredit bekommt, nun eine Möglichkeit hat ihre Liquiditätsengpässe zu überbrücken. Auch ein negativer Schufa-Eintrag ist kein Ablehnungsgrund.
Einige Mikrofinanzinstitute haben sogar einen speziellen Gastrokredit entwickelt, welcher genau auf die Bedürfnisse der Gastronomen zugeschnitten ist. Alle Informationen zu dem Instrument der Mikrofinanzierung sind unter anderem auf der Seite http://www.minikredite.com/ zu finden. Weiterhin hat jedes Mirkofinanzinstitut seine eigene Homepage mit allen Informationen zu ihren Angeboten und zu den jeweiligen Konditionen.